Modul 4: ADHS /ADS , Sucht und Risikoverhalten
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Modul 4: ADHS /ADS , Sucht und Risikoverhalten

Gesundheit & Kommunikation

Datum und Uhrzeit

18.06.27

Preis pro Seminar

200,84 €zzgl. MwSt.

Dauer

1 Tag

Trainer/-in

Roberto D'Amelio

Teilnehmer

Max. 20

Fragen?

Inhalt

ADHS/ADS und Suchtverhalten treten häufig gemeinsam auf. Substanzkonsum kann kurzfristig der Selbstregulation dienen: zur Beruhigung, Aktivierung, Emotionsdämpfung, gegen innere Unruhe, Langeweile, Überforderung oder soziale Unsicherheit. Gleichzeitig erhöhen Impulsivität, Sensation Seeking, instabile Routinen und Schwierigkeiten mit Belohnungsaufschub das Risiko für problematischen Konsum, riskante Entscheidungen und Rückfälle.

Dieses Seminar vermittelt ein praxisnahes Verständnis der Zusammenhänge zwischen ADHS/ADS, Sucht, Selbstmedikation und Risikoverhalten. Es richtet sich nicht nur an Suchtfachkräfte: Auch in Jobcenter, Beratung, Coaching und Wohnformen stellt sich häufig die Frage, wie Konsum einzuordnen ist, wann er die Unterstützung wesentlich beeinflusst, wie Risiken angesprochen werden können und wann zusätzliche Suchthilfe oder Behandlung notwendig wird.

Inhalte:
• Zusammenhang zwischen ADHS/ADS und Sucht im Erwachsenenalter
• Selbstmedikation: Konsum als Versuch der Emotions- und Aktivierungsregulation
• Impulsivität, Sensation Seeking, Langeweileintoleranz und Belohnungsaufschub
• Alkohol, Cannabis, Stimulanzien, Medikamente und Mischkonsum: typische Muster
• Rückfallrisiken bei ADHS/ADS: Stress, Chaos, Kränkung, Überforderung und Leere
• Warum Einsicht allein oft nicht ausreicht
• ADHS-sensible Rückfallanalyse und Frühwarnzeichen
• Struktur, Reizmanagement und Skills als Teil der Rückfallprophylaxe
• Umgang mit Ambivalenz, Bagatellisierung und Scham
• Wann weitervermitteln? Kooperation mit Suchtberatung, Psychiatrie, Psychotherapie und weiteren Hilfesystemen

Nutzen & Ziele:
Die Teilnehmenden können ADHS-bezogene Sucht- und Risikodynamiken besser verstehen, problematische Entwicklungen früher erkennen, Konsum ansprechbar machen und im eigenen Arbeitsauftrag stabilisierende Schritte einleiten. Zugleich gewinnen sie mehr Sicherheit darin, wann spezialisierte Suchthilfe oder Behandlung erforderlich ist.

Zielgruppe

Beratungsstellen, Coaching und Jobcoaching, Jobcenter und Arbeitsvermittlung, Arbeitsintegration, beruflicher Rehabilitation, Integrationsfachdiensten, Eingliederungshilfe, ambulant und stationär unterstützten Wohnformen, Wohngruppen, Suchtberatung, sozialpsychiatrischen Diensten, Sozialarbeit, Sozialpädagogik, Case Management, Jugend- und Erwachsenenhilfe, Teilhabeberatung sowie angrenzenden psychosozialen und beruflichen Arbeitsfeldern.

Trainer/-in

Roberto D'Amelio

Roberto D'Amelio